Füh­rung zwi­schen Empa­thie und Per­for­mance: War­um New Lea­der­ship kein Kuschel­kurs ist

Die Vor­stel­lung, dass moder­ne Füh­rung ledig­lich aus Obst­kör­ben, fla­chen Hier­ar­chien und per­ma­nen­ter Har­mo­nie besteht, hält sich in man­chen Köp­fen hart­nä­ckig. Doch wer Lea­der­ship heu­te mit einem „Schon­wasch­gang“ ver­wech­selt, ris­kiert nicht nur die Wett­be­werbs­fä­hig­keit, son­dern ver­kennt den Kern wirk­sa­mer und zeit­ge­mä­ßer Zusam­men­ar­beit. Die erfolg­reichs­ten Füh­rungs­kräf­te sind eben nicht die, die Kon­flik­ten aus dem Weg gehen, son­dern jene, die psy­cho­lo­gi­sche Sicher­heit mit ziel­stre­bi­ger Klar­heit in der Sache ver­bin­den. Es geht nicht dar­um, weni­ger zu for­dern, son­dern die Art und Wei­se der For­de­rung radi­kal zu pro­fes­sio­na­li­sie­ren. Wah­re Wert­schät­zung bedeu­tet näm­lich auch, dem Gegen­über die Wahr­heit zuzu­mu­ten und Poten­zia­le durch ehr­li­ches Feed­back über­haupt erst freizulegen.

Die Sym­bio­se aus Empa­thie und Per­for­mance im C‑Le­­vel-Recrui­­ting

Wenn wir über C‑Le­­vel-Recrui­­ting spre­chen, suchen Unter­neh­men heu­te gezielt nach Pro­fi­len, die ein brei­tes Spek­trum abde­cken: Es geht um die Ver­bin­dung von tie­fer Empa­thie und trans­for­ma­ti­ver Kraft mit einem mess­ba­ren Fokus auf Ergeb­nis­se. Das ist kei­nes­wegs ein Wider­spruch, auch wenn in man­chen Köp­fen noch das alte Vor­ur­teil spukt, Empa­thie sei ein Zei­chen von man­geln­der Durch­set­zungs­kraft. Doch schau­en wir uns die Rea­li­tät an: Moder­ne Füh­rung erfor­dert eine deut­lich höhe­re emo­tio­na­le Intel­li­genz und Stand­fes­tig­keit als das klas­si­sche „Com­mand and Con­trol“. Wer Men­schen wirk­lich füh­ren will, muss ver­ste­hen, wie sie ticken. Das ist kein Selbst­zweck für das Betriebs­kli­ma, son­dern eine stra­te­gi­sche Not­wen­dig­keit. Bereits im Jahr 2020 hat das Bera­tungs­haus McK­in­sey & Com­pa­ny in einer umfas­sen­den Ana­ly­se dar­ge­legt, dass die Qua­li­tät der Bezie­hung zwi­schen Füh­rungs­kraft und Team der ent­schei­den­de Hebel für die Per­for­mance ist. Ech­te Bezie­hung bedeu­tet eben nicht nur Har­mo­nie, son­dern auch kon­struk­ti­ve Rei­bung. Eine Füh­rungs­kraft, die ledig­lich „nett“ bleibt, um Har­mo­nie zu wah­ren, lässt das Team am Ende ohne Ori­en­tie­rung zurück.

War­um Klar­heit die höchs­te Form der Wert­schät­zung ist

In mei­ner täg­li­chen Arbeit im Head­hun­ting für Füh­rungs­kräf­te ach­te ich in den Gesprä­chen sehr genau dar­auf, wie eine Kan­di­da­tin oder ein Kan­di­dat den Spa­gat zwi­schen mensch­li­cher Wär­me und fach­li­cher Klar­heit meis­tert. Es geht nicht dar­um, nicht mehr „nett“ zu sein – im Gegen­teil, ein wert­schät­zen­der Umgang ist die Basis. Doch wah­re Pro­fes­sio­na­li­tät zeigt sich dar­in, kei­ne falsch ver­stan­de­ne Höf­lich­keit an den Tag zu legen. Ech­te Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten wis­sen näm­lich, dass unkla­re Erwar­tun­gen einer der größ­ten Stress­fak­to­ren in Unter­neh­men sind. Wenn ich jeman­den för­de­re, dann tue ich das, weil ich an sein Poten­zi­al glau­be. Ihm dann aber ein Defi­zit zu ver­schwei­gen, nur um einen unan­ge­neh­men Moment zu ver­mei­den, wäre eigent­lich respekt­los. Es nimmt der Per­son die Chan­ce, über sich hin­aus­zu­wach­sen. Hier spielt das Prin­zip der psy­cho­lo­gi­schen Sicher­heit die Haupt­rol­le: Es schafft einen Raum, in dem man sich sicher genug fühlt, um Feh­ler zuzu­ge­ben oder unbe­que­me Wahr­hei­ten aus­zu­spre­chen, ohne sozia­le Kon­se­quen­zen fürch­ten zu müs­sen. Auf die­sem Fun­da­ment las­sen sich dann gemein­sam hohe Zie­le errei­chen. Ohne die­se psy­cho­lo­gi­sche Basis führt Leis­tungs­druck meist nur zu Dienst nach Vor­schrift, statt zu ech­ter, muti­ger Innovation.

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Stra­te­gien, um die rich­ti­gen Füh­rungs­kräf­te fin­den und bin­den zu können

Um die pas­sen­den Füh­rungs­kräf­te fin­den zu kön­nen, die die­sen Spa­gat beherr­schen, schau­en wir bei Bren­ner HR genau hin. Es geht um die Balan­ce zwi­schen dem „Was“ und dem „Wie“. Ein beson­de­res Augen­merk lege ich dabei auf die Fähig­keit zur Selbst­re­fle­xi­on. Wer sei­ne eige­nen Trig­ger­punk­te nicht kennt, kann ande­re nicht sou­ve­rän durch Kri­sen steu­ern. In Baden-Wür­t­­te­m­­berg und Bay­ern, wo vie­le Welt­markt­füh­rer und hoch­spe­zia­li­sier­te Mit­tel­ständ­ler sit­zen, ist der Anspruch an die fach­li­che Exzel­lenz ohne­hin gesetzt. Doch die Dif­fe­ren­zie­rung am Markt erfolgt über die Lea­­der­­ship-Kul­­tur. Eine moder­ne Füh­rungs­kraft fun­giert eher als Archi­tekt einer Umge­bung, in der Hoch­leis­tung ent­ste­hen kann. Das ist har­te Arbeit und erfor­dert eine stän­di­ge Fein­jus­tie­rung der eige­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on. Wir suchen Per­sön­lich­kei­ten, die fähig sind, indi­vi­du­el­le Moti­va­ti­ons­struk­tu­ren zu erken­nen. Denn wer ver­steht, was sein Gegen­über antreibt, muss nicht mehr mit künst­li­chem Druck agie­ren, son­dern kann Eigen­ver­ant­wor­tung delegieren.

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Tanja Brenner - Executive Search

Die Rol­le der Per­sön­lich­keits­pro­fi­le im moder­nen Recruiting-Prozess

Einer mei­ner wich­tigs­ten Ansät­ze ist die Arbeit mit den per­so­log® Per­sön­lich­keits­pro­fi­len. War­um? Weil sie hel­fen, die oft nebu­lö­se „Che­mie“ in objek­ti­ve Daten zu über­set­zen. Im Exe­cu­ti­ve Search nut­zen wir die­se Pro­fi­le, um sicher­zu­stel­len, dass eine Füh­rungs­kraft nicht nur fach­lich passt, son­dern auch kul­tu­rell und zwi­schen­mensch­lich die rich­ti­gen Akzen­te setzt. Wenn eine Füh­rungs­kraft bei­spiels­wei­se sehr initia­tiv und domi­nant ist, aber auf ein Team trifft, das extre­me Sicher­heit und Detail­tie­fe benö­tigt, kann das ohne Refle­xi­on zu mas­si­ven Rei­bungs­ver­lus­ten füh­ren. Die Pro­fi­le machen sicht­bar, wie eine Per­son unter Stress reagiert und wie sie Feed­back gibt oder emp­fängt. Das hat nichts mit „Schub­la­den­den­ken“ zu tun, son­dern mit Pro­fes­sio­na­li­tät. Es erlaubt uns, die Pass­ge­nau­ig­keit bei der Besetzung von Schlüs­sel­po­si­tio­nen signi­fi­kant zu erhö­hen. Wer weiß, wie er selbst tickt, kann sein Ver­hal­ten adap­tie­ren, ohne sich zu ver­bie­gen. Das ist die Basis für authen­ti­sche Füh­rung, die sowohl mensch­lich als auch ergeb­nis­ori­en­tiert ist.

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War­um Wachs­tum nur außer­halb der Kom­fort­zo­ne, aber inner­halb der Sicher­heits­zo­ne stattfindet

Wir hören oft, dass Wachs­tum nur außer­halb der Kom­fort­zo­ne statt­fin­det. Das stimmt auch, aber es gibt eine wich­ti­ge Ein­schrän­kung: Man darf nicht in die Panik­zo­ne rut­schen. Die Auf­ga­be einer moder­nen Füh­rungs­kraft ist es, das Team genau in die­se Wachs­tums­zo­ne zwi­schen Kom­fort und Panik zu füh­ren. Das erfor­dert ein fei­nes Gespür für die Belast­bar­keit der Ein­zel­nen. Wer „Wat­­te-Mana­ge­­ment“ betreibt, lässt die Leu­te in der Kom­fort­zo­ne ver­sau­ern. Wer nur mit Druck führt, schiebt sie in die Panik­zo­ne. Bei­des ist wirt­schaft­lich schäd­lich. Eine nach­hal­ti­ge Per­for­mance ent­steht dort, wo Men­schen gefor­dert wer­den, aber gleich­zei­tig das Ver­trau­en haben, dass sie bei Feh­lern nicht fal­len­ge­las­sen wer­den. Die­se Form der Füh­rung ist weit­aus anstren­gen­der als der alte auto­ri­tä­re Stil, weil sie stän­di­gen Dia­log und ech­te Prä­senz erfor­dert. Aber sie ist am Ende des Tages effi­zi­en­ter, weil sie die vol­le kogni­ti­ve und emo­tio­na­le Kapa­zi­tät der Mit­ar­bei­ten­den freisetzt.

FAQ: Häu­fi­ge Fra­gen zum The­ma moder­ne Füh­rung und Headhunting

Was unter­schei­det moder­nes Exe­cu­ti­ve Search von klas­si­scher Personalvermittlung?

Beim Exe­cu­ti­ve Search geht es um die geziel­te, dis­kre­te Anspra­che von hoch­qua­li­fi­zier­ten Füh­rungs­kräf­ten, die oft gar nicht aktiv auf der Suche sind. Es ist ein tief­ge­hen­der Bera­tungs­pro­zess, der weit über das rei­ne Ver­sen­den von Lebens­läu­fen hin­aus­geht und die stra­te­gi­sche Aus­rich­tung des Unter­neh­mens berücksichtigt.

Wie erken­ne ich, ob eine Füh­rungs­kraft wirk­lich „modern“ führt oder nur nett ist?

Das zeigt sich vor allem im Umgang mit Kon­flik­ten und Min­der­leis­tung. Eine gute Füh­rungs­kraft spricht Pro­ble­me direkt und zeit­nah an, bie­tet aber gleich­zei­tig Unter­stüt­zung bei der Lösung an. Wer nur nett ist, ver­schleppt schwie­ri­ge Ent­schei­dun­gen zu Las­ten des gesam­ten Teams.

War­um sind Per­sön­lich­keits­pro­fi­le wie per­so­log® im Recrui­ting so wertvoll?

Sie bie­ten eine objek­ti­ve Basis für Gesprä­che über Ver­hal­ten und Kom­mu­ni­ka­ti­on. Dadurch las­sen sich poten­zi­el­le Kon­flikt­fel­der im Team bereits vor der Ein­stel­lung erken­nen und die Ein­ar­bei­tung kann deut­lich ziel­ge­rich­te­ter gestal­tet werden.

Wel­che Rol­le spielt die Regi­on Baden-Wür­t­­te­m­­berg und Bay­ern beim Headhunting?

In die­sen Regio­nen ist die Dich­te an Hid­den Cham­pi­ons beson­ders hoch. Die Anfor­de­run­gen an Füh­rungs­kräf­te sind hier oft geprägt von einer Mischung aus Boden­stän­dig­keit, hoher tech­ni­scher Exper­ti­se und der Not­wen­dig­keit zur glo­ba­len Transformation.

Ist moder­ne Füh­rung in kon­ser­va­ti­ven Bran­chen über­haupt umsetzbar?

Abso­lut. Es ist kein ideo­lo­gi­sches Kon­zept, son­dern eine Ant­wort auf die Kom­ple­xi­tät der heu­ti­gen Arbeits­welt. Auch in tra­di­tio­nel­len Bran­chen führt mehr Eigen­ver­ant­wor­tung und psy­cho­lo­gi­sche Sicher­heit nach­weis­lich zu bes­se­ren Ergeb­nis­sen und einer höhe­ren Mitarbeiterbindung.

Fazit: Füh­rung als stra­te­gi­scher Hebel für den Unternehmenserfolg

Moder­ne Füh­rung ist alles ande­re als ein Kuschel­kurs. Sie ist die Dis­zi­plin, hohe Leis­tungs­stan­dards mit einem tie­fen Ver­ständ­nis für die mensch­li­che Psy­cho­lo­gie zu ver­ei­nen. Als Recrui­te­rin im Bereich Exe­cu­ti­ve Search sehe ich jeden Tag, dass Unter­neh­men, die die­sen Spa­gat meis­tern, die bes­ten Talen­te anzie­hen und hal­ten. Es geht um Klar­heit, Ver­trau­en und die Bereit­schaft, sich als Füh­rungs­kraft stän­dig wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Wer bereit ist, in die Tie­fe zu gehen und die eige­ne Füh­rungs­kul­tur kri­tisch zu hin­ter­fra­gen, wird lang­fris­tig erfolg­reich sein. Die Inves­ti­ti­on in die rich­ti­ge Aus­wahl von Füh­rungs­kräf­ten ist dabei der wich­tigs­te Hebel, den ein Unter­neh­men hat. Denn am Ende des Tages sind es die Men­schen in den Schlüs­sel­po­si­tio­nen, die dar­über ent­schei­den, ob eine Stra­te­gie nur auf dem Papier exis­tiert oder in ech­te Per­for­mance über­setzt wird.

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