Aus­tausch von Füh­rungs­kräf­ten: Blo­cka­den lösen und Zukunft sichern

Fast jede Geschäfts­füh­re­rin und jeder Geschäfts­füh­rer hat schon ein­mal die Erfah­rung gemacht, dass ein Bereich trotz kla­rer Stra­te­gie sta­gniert. Blei­ben Umsatz­rück­gän­ge, Inno­va­ti­ons­stau oder Kul­tur­pro­ble­me trotz aller Maß­nah­men bestehen, stellt sich die Fra­ge, ob der Aus­tausch von Füh­rungs­kräf­ten der ent­schei­den­de Fak­tor ist. Ein sol­cher Schritt ist nie leicht und stellt auch kein All­heil­mit­tel dar. Doch er kann Blo­cka­den auf­lö­sen, für neu­en Schwung sor­gen und den Kurs in Rich­tung Zukunft lenken.

Aus­tausch von Füh­rungs­kräf­ten als stra­te­gi­scher Hebel

Ein Füh­rungs­wech­sel greift tief in das Wert­schöp­fungs­sys­tem eines Unter­neh­mens ein. Laut einer Ana­ly­se von McK­in­sey ver­nich­ten schlecht gema­nag­te Über­ga­ben jedes Jahr fast eine Bil­li­on US-Dol­lar an Markt­wert in S&P‑1500-Unternehmen. Ein gut durch­dach­ter Wech­sel kann hin­ge­gen Denk­mus­ter auf­bre­chen, die Inves­ti­ti­ons­be­reit­schaft stär­ken und Talen­te neu bin­den. Ich beglei­te sol­che Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­se seit vie­len Jah­ren und kann in der Funk­ti­on einer Per­so­nal­be­ra­tung dabei hel­fen, den Wech­sel als Teil einer kla­ren stra­te­gi­schen Per­so­nal­pla­nung zu gestal­ten. Für die Geschäfts­füh­rung bedeu­tet das: Ein Wech­sel darf nie iso­liert betrach­tet wer­den, son­dern muss mit Markt­ana­ly­se, Stra­­te­­gie-Update und Kul­tur­ar­beit ver­zahnt sein. Erst dann ent­fal­tet er sei­ne Hebelwirkung.

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Ursa­che oder Sym­ptom? Den wah­ren Eng­pass finden

Bevor eine Füh­rungs­po­si­ti­on neu besetzt wird, ist eine scho­nungs­lo­se Dia­gno­se erfor­der­lich. Liegt das Pro­blem in feh­len­der Markt­kennt­nis, gerin­gem Ver­än­de­rungs­wil­len oder ver­al­te­ter Füh­rungs­kom­pe­tenz? Oder blo­ckie­ren Struk­tu­ren und Pro­zes­se selbst exzel­len­te Köp­fe? Eine exter­ne Per­so­nal­be­ra­tung mit Fokus auf Exe­cu­ti­ve Search bringt einen neu­tra­len Blick und Ben­ch­­mark-Daten mit und ermög­licht einen Ver­gleich mit den bes­ten Füh­rungs­kräf­ten der Branche.

Die Har­vard Busi­ness Review zeigt, dass 25 Pro­zent aller geschei­ter­ten Über­ga­ben dar­an schei­tern, dass Nachfolger*innen unvor­be­rei­tet star­ten. Wer den Schritt der Neu­be­set­zung einer Füh­rungs­po­si­ti­on wagt, muss daher von Beginn an Wis­sens­trans­fer, Kul­tur­in­te­gra­ti­on und Erwar­tungs­ma­nage­ment mitdenken.

Warn­si­gna­le für einen not­wen­di­gen Austausch

Warn­si­gna­le zei­gen sich häu­fig früh­zei­tig in Kenn­zah­len und Kul­tur­in­di­ka­to­ren. Hal­ten Umsatz­rück­gän­ge trotz Markt­po­ten­zi­al an, steigt die Fluk­tua­ti­on im Team oder viel­ver­spre­chen­de Inno­va­tio­nen schei­tern, lohnt sich ein genaue­rer Blick. Auch eine toxi­sche Fee­d­­back-Kul­­tur oder die Wei­ge­rung, zeit­ge­mä­ße Tools wie CRM-Sys­­te­­me oder KI-Unter­­stü­t­­zung ein­zu­set­zen, kön­nen Hin­wei­se dar­auf sein, dass eine neue Füh­rung not­wen­dig ist.

Neben den offen­sicht­li­chen Kenn­zah­len zei­gen sich tie­fe­re Warn­si­gna­le auch in der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on. Wenn stra­te­gi­sche Mee­tings zu rei­nen Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen wer­den statt zu Ideen­schmie­den, dann fehlt es oft an inno­va­ti­ver Füh­rung. Eben­so pro­ble­ma­tisch sind anhal­ten­de Kon­flik­te zwi­schen Abtei­lun­gen, die trotz Media­ti­ons­ver­su­chen bestehen blei­ben. Die Unfä­hig­keit, talen­tier­te Nach­wuchs­kräf­te zu hal­ten oder anzu­zie­hen, deu­tet auf Füh­rungs­pro­ble­me hin, beson­ders wenn gleich­zei­tig die Kon­kur­renz in die­sem Bereich erfolg­reich ist. Ein kon­ti­nu­ier­li­ches Ver­schie­ben stra­te­gi­scher Inves­ti­tio­nen oder das Fest­hal­ten an über­hol­ten Geschäfts­mo­del­len trotz ein­deu­ti­ger Markt­trends kann eben­falls ein Signal sein, dass fri­sche Per­spek­ti­ven auf Füh­rungs­ebe­ne benö­tigt werden.

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Tanja Brenner - Executive Search

Wie der Pro­zess fair und dis­kret gelingt

Ein Füh­rungs­wech­sel ver­langt Fin­ger­spit­zen­ge­fühl und Dis­kre­ti­on. Zunächst muss klar sein, wel­che Kom­pe­ten­zen künf­tig benö­tigt wer­den. Bran­chen-Know-how, digi­ta­le Exper­ti­se, inter­kul­tu­rel­le Füh­rung und Nach­hal­tig­keits­ori­en­tie­rung sind hier eini­ge wich­ti­ge Stich­wor­te. Das per­so­log® Per­sön­lich­keits­pro­fil hilft dabei, Soft Skills wie Ent­schei­dungs­stär­ke oder Kon­flikt­fä­hig­keit zu objek­ti­vie­ren und mit der Team­struk­tur abzu­glei­chen. Im C‑Le­­vel-Recrui­­ting hat sich ein mehr­stu­fi­ges Ver­fah­ren mit neu­tra­len Assess­ments, struk­tu­rier­ten Inter­views und Refe­renz­ana­ly­sen bewährt. Wich­tig ist, dass der schei­den­den Füh­rungs­kraft ein respekt­vol­ler Exit ermög­licht wird, wäh­rend die nach­fol­gen­de Per­son früh­zei­tig in stra­te­gi­sche The­men ein­ge­bun­den wird. So ent­steht Kon­ti­nui­tät statt Bruch, was ein zen­tra­les Qua­li­täts­merk­mal pro­fes­sio­nel­len Head­hun­tings für Füh­rungs­kräf­te darstellt.

Lesen Sie auch mei­nen Bei­trag Geschäfts­füh­rer fin­den: Die­se 5 Feh­ler soll­ten Sie ver­mei­den, um etwa­ige Fall­stri­cke bei der Geschäfts­führ­ersu­che von Beginn an zu vermeiden.

Beson­de­re Her­aus­for­de­run­gen in Fami­li­en­un­ter­neh­men und im Mittelstand

Beson­ders im Mit­tel­stand und in Fami­li­en­un­ter­neh­men ver­mi­schen sich häu­fig Fami­li­en­in­ter­es­sen, His­to­rie und emo­tio­na­le Bin­dun­gen. Die Loya­li­tät ist stark aus­ge­prägt. Ein Wech­sel auf Füh­rungs­ebe­ne ist hier mehr als nur ein HR-Pro­­jekt. Er tan­giert Nach­fol­ge, Ver­mö­gens­wer­te und Iden­ti­tät. Doch genau in die­sem spe­zi­el­len Umfeld kann eine zu lan­ge Bin­dung an eine nicht mehr pas­sen­de Füh­rungs­kraft den Anschluss an Markt­trends kosten.

Trans­pa­ren­te Kom­mu­ni­ka­ti­on, Ein­bin­dung der Inha­ber­fa­mi­lie und eine kla­re Gover­nan­ce sind daher essen­zi­ell. Exter­ne Bera­tung hilft dabei, emo­tio­na­le Dyna­mi­ken von sach­li­chen Not­wen­dig­kei­ten zu tren­nen und eine Besetzung der Schlüs­sel­po­si­ti­on sowohl mit fach­li­cher als auch kul­tu­rel­ler Pas­sung abzu­si­chern. Für alle Betei­lig­ten muss klar sein, dass der Aus­tausch kei­nen Ver­trau­ens­bruch dar­stellt, son­dern eine Inves­ti­ti­on in die Zukunfts­fä­hig­keit des Unter­neh­mens ist – gera­de dann, wenn es um Füh­rungs­kräf­te im Mit­tel­stand und in Fami­li­en­un­ter­neh­men geht.

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Recht­li­che und Com­­pli­­an­ce-Aspek­­te nicht unterschätzen

Ein Wech­sel an der Spit­ze berührt das Arbeits­recht, die Auf­sichts­pflich­ten und manch­mal auch die öffent­li­che Bericht­erstat­tung. The­men wie die Kün­di­gungs­frist für lei­ten­de Ange­stell­te oder Wett­be­werbs­ver­bo­te müs­sen beach­tet und kor­rekt umge­setzt wer­den, um spä­te­re Kon­flik­te zu ver­mei­den. Glei­ches gilt für Insi­­der-Regeln im bör­sen­no­tier­ten Umfeld und den Daten­schutz bei sen­si­blen Per­so­nal­ak­ten. Eine früh­zei­ti­ge Ein­bin­dung von Rechts­be­ra­tung schützt vor Haf­tungs­ri­si­ken, ins­be­son­de­re dann, wenn der Wech­sel mit stra­te­gi­schen Neu­aus­rich­tun­gen in den Berei­chen Finan­zen oder IT zusammenfällt.

Onboar­ding und nach­hal­ti­ge Verankerung

Die Suche ist nur der Anfang. Ent­schei­dend ist die Ein­ar­bei­tung der Füh­rungs­kraft. Dazu gehört eine 90-Tage-Roa­d­­map, Fee­d­­back-Schlei­­fen und die Inte­gra­ti­on in das bestehen­de Lea­­der­­ship-Team. Die PwC Glo­bal CEO Sur­vey 2024 kommt zu dem Ergeb­nis, dass Unter­neh­men, die kla­re Per­­for­­mance-Zie­­le und Coa­ching im Onboar­ding nut­zen, die Time-to-Per­­for­­mance deut­lich ver­kür­zen. Ein geziel­tes Head­hun­ting für Füh­rungs­kräf­te, Men­to­ring und Per­so­log® Per­sön­lich­keits­pro­fi­le hel­fen dabei, einen Kul­tur­fit schnell zu errei­chen und Fehl­starts zu verhindern.

FAQ: Häu­fi­ge Fra­gen zum Aus­tausch von Führungskräften

Wann soll­te der Aus­tausch von Füh­rungs­kräf­ten in Betracht gezo­gen werden?

Wenn wie­der­hol­te Ziel­ver­feh­lun­gen, Inno­va­ti­ons­stau und feh­len­de Lern­be­reit­schaft trotz Coa­ching und Struk­tur­re­for­men bestehen blei­ben, ist ein Wech­sel meist der effek­tivs­te Ansatz.

Wel­che Rol­le spielt Exe­cu­ti­ve Search im Recrui­­ting-Pro­­zess von Führungskräften?

Eine spe­zia­li­sier­te Per­so­nal­be­ra­tung für Exe­cu­ti­ve Search bringt Markt­trans­pa­renz, dis­kre­te Direkt­an­spra­che und objek­ti­ve Eig­nungs­dia­gnos­tik in den Pro­zess ein. Dadurch wer­den Beset­zungs­ri­si­ken redu­ziert und die Akzep­tanz im Team gestärkt.

Wie kann ein Füh­rungs­wech­sel ohne Kul­tur­bruch gelingen?

Ein sol­cher Wech­sel gelingt am bes­ten, wenn die Über­ga­be wert­schät­zend kom­mu­ni­ziert wird, die schei­den­de Füh­rungs­kraft eine akti­ve Rol­le im Wis­sens­trans­fer erhält und wenn kla­re Zukunfts­bil­der ver­mit­telt werden.

Wie ver­mei­de ich Image­schä­den bei einem Wech­sel auf Führungsebene?

Durch trans­pa­ren­te Kom­mu­ni­ka­ti­on: inter­nes Brie­fing vor öffent­li­cher Bekannt­ga­be, wert­schät­zen­de Ver­ab­schie­dung der bis­he­ri­gen Füh­rungs­kraft und kla­re Vor­stel­lung der Nach­fol­ge inklu­si­ve Aufgabenfokus.

Wie kön­nen Unter­neh­men sicher­stel­len, dass wert­vol­les Wis­sen beim Füh­rungs­wech­sel nicht ver­lo­ren geht?

Durch struk­tu­rier­te Über­ga­be­pro­zes­se mit doku­men­tier­ten Wis­sens­land­kar­ten, Men­­to­ring-Pha­­sen und tem­po­rä­ren Über­lap­pun­gen sowie durch digi­ta­le Wis­sens­da­ten­ban­ken, die das impli­zi­te Wis­sen der schei­den­den Füh­rungs­kraft sys­te­ma­tisch erfassen.

Fazit: Mutig wech­seln, klug verankern!

Der Aus­tausch von Füh­rungs­kräf­ten ist zwar kein All­heil­mit­tel, in vie­len Fäl­len jedoch der not­wen­di­ge Schritt, um fest­ge­fah­re­ne Struk­tu­ren auf­zu­bre­chen und eine Orga­ni­sa­ti­on erfolg­reich neu aus­zu­rich­ten. Deut­li­che Signa­le, die auf die Not­wen­dig­keit eines Füh­rungs­wech­sels hin­wei­sen kön­nen, sind bei­spiels­wei­se eine sta­gnie­ren­de Unter­neh­mens­kul­tur, wie­der­keh­ren­de Ziel­ver­feh­lun­gen oder eine feh­len­de Anpas­sungs­fä­hig­keit an neue Markt­be­din­gun­gen. Ent­schei­dend ist, dass die­ser Schritt wohl­über­legt, fair und als Teil einer über­ge­ord­ne­ten Stra­te­gie erfolgt.

Eine sorg­fäl­ti­ge Pla­nung der Über­gangs­pha­se, trans­pa­ren­te Kom­mu­ni­ka­ti­on und ein struk­tu­rier­ter Onboar­­ding-Pro­­zess für die neue Füh­rungs­kraft sind dabei ent­schei­den­de Fak­to­ren für einen erfolg­rei­chen Wan­del. Denn letzt­lich zählt nicht pri­mär, wel­che Per­son an der Spit­ze steht, son­dern wie effek­tiv, inspi­rie­rend und zukunfts­ori­en­tiert sie führt, um das Unter­neh­men lang­fris­tig auf Erfolgs­kurs zu halten.

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Tanja Brenner - Führungskräfte finden | Geschäftsführerin Brenner HR GmbH
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